Das vorliegende Forschungsprojekt befasst sich mit der erstmaligen archäologischen und geophysikalischen Untersuchung der antiken Siedlung der Ligures Baebiani im heutigen Macchia di Circello (BN, Kampanien).
Es gilt als einer der beiden Orte in Samnium, in die Rom laut Livius in den Jahren 180 und 179 v. Chr. im Zuge seiner Expansion 47.000 apuanische Ligurer zwangsumsiedelte (Liv. Ab urbe condita 39.2). In Plinius’ Naturalis historia werden sie als Ligures Baebiani in der augusteischen Regio II erwähnt, umbenannt nach Marcus Baebius Tamphilus, dem römischen Konsul, der ihre Umsiedlung initiiert haben soll (Plin. HN 3.105). Hiermit ist Macchia di Circello potenziell signifikant, um die demographische, urbanistische und politische Gestaltung von Raum auf der italienischen Halbinsel, insbesondere jenseits der Küstenregionen, besser zu verstehen.
