Archäologische Ausgrabungen in Tell Schech Hamad, Syrien

Das Projekt „Ausgrabung in Tall Schech Hamad“ hat von 1978 bis 2010 archäologische Grundlagenforschung im Flussabschnitt des Unteren Habur (Syrien) geleistet und schwerpunktmäßig die Stadt Dur-Katlimmu der mittel- und neuassyrischen Zeit (13. – 7. Jahrhundert v.Chr.) sowie die Stadt Magdalu/Magdala der nachassyrischen bis zur römischen Kaiserzeit (6. Jahrhundert v.Chr. – 3. Jahrhundert n.Chr.) erforscht. Die Ergebnisse liegen in 16 Bänden der Reihe „Berichte der Ausgrabung Tall Šēḫ Ḥamad / Dūr-Katlimmu“ publiziert vor. Weitere Bände sind in Vorbereitung.

Der moderne Ort konnte mit der assyrischen Stadt Dur-Katlimmu identifiziert werden, die ab dem 7. Jahrhundert v.Chr. den Zweitnamen Magdalu führte. Leicht abgewandelt zu Magdala wurde der Ortsname in der parthisch-römischen Zeit bis zur Aufgabe der Siedlung im 3. Jahrhundert nach Christus weiter geführt.

Die Dokumentation des Projektes ist in Räumlichkeiten des Universitäts-Archivs der Freien Universität Berlin untergebracht, dazugehörige Arbeitsräume sind an der Zweigstelle des Instituts für Vorderasiatische Archäologie angesiedelt, beide befinden sich auf dem Campus Lankwitz der Freien Universität Berlin. Die Mitarbeiter werden aus Mitteln der Alexander von Humboldt-Professor für die Alte Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens an der Ludwig-Maximilians-Universität München und aus dem „The Shelby White and Leon Levy Program for Archaeological Publications“ (Harvard University) gefördert.

Eintrag bearbeitet: 01-12-2021