Die benutzten, zerbrochenen, wiederverwendeten und recycelten Dinge des täglichen Lebens – der Abfall – machen einen großen Teil der archäologischen Hinterlassenschaften aus, doch die soziale und wirtschaftliche Rolle des Abfalls und seine Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben werden oft übersehen. Um dieser Frage nachzugehen, ist ein umfassenderes Verständnis der Probleme und Potenziale der Interaktion zwischen Mensch und Müll nötig. Das frühe Neolithikum stellt ein geeignetes Labor für diesen Ansatz dar: Der Übergang zum Ackerbau ging einher mit eingeschränkter Mobilität und bedeutete, dass Abfall Teil einer neuen, „dinglastigeren“ Welt wurde, mit der auf neue Weise umgegangen werden musste. Das Projekt konzentriert sich auf „Abfalllandschaften“ – wastescapes – und stellt die neolithische Keramik als Schlüsselinnovation in den Mittelpunkt, die zu hartem und dauerhaftem Abfall führt, und vergleicht die Behandlung und das Nachleben von Keramik mit dem von Knochen, einem organischen Material.
Vom Müll zur Ressource: Keramik- und Knochenabfall in frühneolithischen Lebenswelten Europas (RENEW)
Eintrag bearbeitet: 13-08-2026
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