Die politische Kultur der späten römischen Republik im Spiegel aristokratischer Wutpraktiken

Das Projekt untersucht die Wechselwirkungen zwischen der politischen Kultur der späten römischen Republik und ihrer Krise einerseits und den emotionalen Praktiken der römischen Senatsaristokratie im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. andererseits am Beispiel der Emotion Wut. Dabei wird Wut in Anlehnung an das Emotionskonzept der Kulturanthropologin Monique Scheer als sozial regulierte kulturelle Praxis verstanden, die sowohl eine körperliche als auch eine kognitive Dimension besitzt und damit historisierbar wird. Es wird herausgearbeitet, wie sich die politischen Entwicklungen der Jahre 133 bis 27 v. Chr. auf die in der senatorischen Elite angewandten Wut-Praktiken auswirkten und wie andererseits diese Wut-Praktiken die Entwicklung der politischen Kultur in diesem Zeitraum bedingten.

Eintrag bearbeitet: 07-10-2026