Rundbilder im Gebet. Kommunikation zwischen Mensch und Gott mittels Privatstatuen des Neuen Reiches

Das Dissertationsthema setzt sich mit Privatstatuen aus Tempelkontexten der altägyptischen Ramessidenzeit auseinander (19.–20. Dynastie). Privatstatuen sind Ausdruck eines Werbens um kollektives Gedächtnis. Sie sollen eine Selbstwirksamkeit manifestieren, die auch nach dem Tod ihres Stifters weiterbesteht. Die hier untersuchten Objekte werden insbesondere als ein Mittel zur Kontaktaufnahme eines menschlichen Produzenten zu mindestens einem göttlichen Rezipienten betrachtet. Die hierbei entstehende Kommunikationssituation wird als Gebet konzeptualisiert. Nach welchen schrift- und bildsprachlichen Merkmalen sich eine solches Gebet über ein Rundbild, eine figürliche Manifestierung des Stifters, gestaltet, ist Ausgangspunkt dieses Forschungsprojektes. Dabei soll eine Matrix relevanter Merkmale anhand multimodaler (über mehrere Wahrnehmungskanäle operierender) Kriterien erstellt werden, welche die über Privatstatuen vermittelte Kommunikation mit Gottheiten beschreibt.

Eintrag bearbeitet: 05-02-2026
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